In guter Gesellschaft

Quelle: digitialegesellschaft.deWaren das Zeiten, als französische Agenten die „Rainbow Warrior“ mir Sprengsätzen versenkten. Das Greenpeace-Schiff ist spätestens seitdem eine Legende, die Geschichte der Versenkung gehört zum Mythos früher Greenpeace Aktionen. Der  Netzaktivistenclub Digitale Gesellschaft hat noch keinen Gründungsmythos, wird aber schon mit Greenpeace verglichen (und vergleicht sich selbst). Auf der Re:Publica wurde Digitale Gesellschaft vorgestellt.

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Wikileaks deckt auf: Auch Diplomaten tratschen

Das Netzt füllt sich rasant mit Satire über Wikileaks. Die bis gestern noch ach so erhabene Plattform ist seit heute auch nur noch eine Online-Plattform unter vielen. Das Aufdecker-Image ist angekratzt. Denn was Wikileaks dieses Mal unter das globale Volk bringt, ist anscheinend vor allem eines: Diplomatenklatsch und -tratsch.

„Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Seehofer gilt bei den Amerikanern als Populist. Außenpolitisch sei er weitgehend ahnungslos.“ Das lernt man also in den Dokumenten, steht auf Zeit-Online. Für solche hochkomplexen Einschätzungen beschäftigen die Amerikaner einen Diplomatenstab in aller Welt. Das hätten sie sich sparen können. Solche brisanten Analysen könnte jeder schreiben, der fünf Tage lang Artikel über Seehofer im Münchner Merkur auswertet. Nichts Neues also.

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Mein Abgesang auf den E-Post-Brief

Foto: flickr.com/Éole

E-Post-Brief, was läuft da schief? Foto: flickr.com/Éole

Die im Folgenden geschilderten Abläufe und Ereignisse sind aus dem Gedächtnis rekonstruiert. Etwaige Übertreibungen sind nicht bewusst gewählt, können aber nach gefühlt 100 E-Post-Brief-Anmeldeschritten nicht ausgeschlossen werden.

Ouvertüre

Am Ende ist man ja oft schlauer. Als ich vor einer gefühlt sehr langen Zeit einen Artikel über den neuen E-Post-Brief gelesen habe, klang das nach einer gut durchdachten Sache. Die Post bietet jetzt sichere super-verschlüsselte verbindliche E-Mail an, ja endlich. Eine dieser Innovationen, die beleuchten, wie weitblickend Erfinder und Zukunftsgestalter wirklich sein müssen. Eine dieser Sachen, bei denen man sich gleich die Haare rauft, weil man auf diese Idee nicht selbst gekommen ist. Plötzlich klingt es logisch, dass wir in fünf Jahren alle nur noch super-sichere E-Mail verschicken. Und dann lachen wir alle über die Mailanbieter von früher. Lauthals lachen wir. E-Mail ohne super-sicher Verschlüsselung, fragt dann in fünf Jahren einer. So was von 2010, prusten dann alle in der super-sicher verschlüsselten Zukunft. Den Rest des Beitrags lesen »